Metalle im Trinkwasser

Verunreinigungen des Trinkwassers durch Metalle als Werkstoffe können bei hohen Konzentrationen bereits optisch anhand von Trübung und Färbung (z.B. grünblau durch Kupferverbindungen oder braun durch Eisen) erkannt werden.

Die häufigsten Kontaminanten sind Eisen, Kupfer, Blei und Nickel. Für diese Metalle sind Grenzwerte in der Trinkwasserverordnung festgelegt.

Metallene Kontaminanten stammen nur selten aus dem Verteilungsnetz des Wasserversorgers. Die wahrscheinlichere Quelle ist die Trinkwasserinstallation in Wohnhäusern mit ihren gering durchmessrigen Rohrleitungen, hohen Wassertemperaturen, langen Stagnationszeiten und vielfältigen Materialien.

Blei kann aus noch vorhandenen Bleileitungen ins Trinkwasser gelangen. Aber auch bleihaltige Kupferlegierungen können Blei ins Trinkwasser abgeben.

Kupferkonzentrationen sind in der Regel durch blanke Kupferrohre verursacht, wenn die Voraussetzungen für die Verwendung von Kupferrohren nicht erfüllt sind.

Nickel wird vor allem von Bauteilen aus Edelstahl ins Trinkwasser abgegeben.

Erhöhte Eisenkonzentrationen werden entweder durch verzinkte Stahlrohre verursacht, deren Zinkschicht teilweise abgelöst ist, oder durch gusseiserne Rohre des Wasserversorgers, in denen das Wasser zeitweise stagniert.

Bei Neuinstallationen ist es akzeptabel, dass nicht sofort alle Anforderungen der Trinkwasserverordnung eingehalten werden. Bei metallenen Werkstoffen wird akzeptiert, dass die Ausbildung einer schützenden Deckschicht bis zu 16 Wochen in Anspruch nimmt (Quelle: Umweltbundesamt).

Untersuchung von Trinkwasser auf Metalle

Das Bergische Wasser- und Umweltlabor der BTV-GmbH (bwl) bietet speziell für Privatkunden eine Untersuchung ihres Trinkwassers auf Metalle an.

Unser Auftragsformular und eine Anleitung zur Probenahme können hier heruntergeladen werden.

Für Trinkwasser-Kunden der Stadt Wuppertal mit Säuglingen oder Kleinkindern im Haushalt übernimmt die WSW Energie & Wasser AG die Kosten für eine Kaltwasseruntersuchung auf Blei und Kupfer (Zapfstelle Küche).

Diese Laboruntersuchung auf Blei und Kupfer ist als Eigenkontrolle zu Ihrer Orientierung gedacht.

Bei Verdachtsfällen ist eine umfangreichere Untersuchung zur Beurteilung notwendig.

Um z.B. als Eigentümer, Vermieter oder Wohnungsbaugesellschaft gerichtlich anerkannte Ergebnisse nach Trinkwasserverordnung zu erzielen, sollte eine gestaffelte Probenahme entsprechend der UBA-Empfehlung „Beurteilung der Trinkwasserqualität hinsichtlich der Parameter Blei, Kupfer und Nickel“ erfolgen. Hierfür muss die Probenahme durch Probenehmer einer akkreditierten Untersuchungsstelle erfolgen.

In diesem Fall klicken Sie bitte hier.

Für Betreiber von öffentlichen Einrichtungen gelten besondere Anforderungen. Bitte wenden Sie sich an das zuständige Gesundheitsamt. Wir stehen Ihnen gerne als Untersuchungslabor zur Verfügung.