Stagnationsprobenahme

Stagnationsprobenahme

Die Stagnationsprobenahme wird durchgeführt um den Einfluss von metallischem Installationsmaterial (Leitungs- und Wasserinstallationsmaterial sowie Loten) auf die Trinkwasserqualität zu prüfen. Üblicherweise werden die Installationsmetalle Kupfer, Blei und Nickel untersucht.

Die Probenahme wird gewöhnlich nach der Empfehlung des Umweltbundesamtes durchgeführt. Für die gestaffelte Stagnationsbeprobung werden an einem Zapfhahn (in der Regel in der Küche) insgesamt drei Proben (S-0, S-1, S-2) entnommen. Für die erste Probenahme wird das Wasser bis zur Temperaturkonstanz laufen gelassen. Die zweite und dritte Probe wird nach dem Sperren des Zapfhahns für 2 bis 4 Stunden (Stagnation) direkt ohne weiteren Ablauf aufeinanderfolgend entnommen.

Dabei gibt die erste Probe den Zustand des Trinkwassers unbeeinflusst durch die Hausinstallation wieder. Die Messung der zweiten Probe zeigt neben der Hausinstallation auch den Einfluss der Entnahmestelle (des Zapfhahns), während die dritte Probe durch die übrige Hausinstallation beeinflusst wird.